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 Wer wird
der nächste Fürst von Monaco - Prinz
Albert oder Carolines Sohn Andrea?
Der mittlerweile 80jährige
Fürst Rainier von Monaco muss sich allmählich
Gedanken machen, wer nach ihm das Fürstentum leiten
soll. Nicht so sehr, weil ein altes Gesetz angeblich
bestimmt, dass Monaco an Frankreich fällt, falls
kein Thronfolger da ist (Thronfolger gibt es genug),
sondern weil jeder Regent genau so wie jeder Familienvater
sich darüber Gedanken macht, was aus seinem Lebenswerk
wird; besonders dann, wenn der angehende Erblasser gesundheitlich
bereits stark angeschlagen ist. Das Lebenswerk des Fürsten
ist immerhin ein Fürstentum von nicht unbeträchtlichem
"Wert". Schließlich war es Rainier,
der aus dem eher unbedeutenden Fürstentum einen
Konzern mit Milliardenumsatz gemacht hat, auf den mancher
Global-Player neidisch ist. Mancher hart rechnende
Finanzminister hat schon von "Geldwäsche-Paradies"
und "Steuerhinterziehungsmetropole" gemurmelt.
Die Untertanen des Fürsten kratzt das herzlich
wenig, so lange dort Steuerfreiheit herrscht und die
sozialen Einrichtungen fast kostenlos zu haben sind.
Wem aber soll Rainier III. seinen Thron überlassen?
Die Erbfolge sieht folgendermassen aus: 1. Prinz
Albert, Erstgeborener des Fürsten aus seiner
Ehe mit der amerikanischen Schauspielerin Grace Kelly
2. Prinzessin Caroline, seine älteste Tochter.
Dann kommen bereits ihre Kinder 3. Prinz Andrea
Albert, aus ihrer Ehe mit Stefano Casiraghi,
4. Prinzessin Charlotte, 2. Kind von Caroline
und S. Casiraghi 5. Prinz Pierre, 3. Kind
von Caroline und S. Casiraghi. 6. Prinzessin
Alexandra von Hannover. Tochter von Caroline und
Prinz Ernst August von Hannover (der durch Prügelszenen
mit Journalisten und Pinkel-Attaken auf dem Expo-Gelände
von sich reden machte). Dann folgen 7. Prinzessin
Stephanie - die zweite Tochter des Fürsten
- und danach folgen ihre Kinder.
Wenn auch der Sohn des Fürsten,
Prinz Albert, in der Erbfolge an erster Stelle
steht, so ist sein Ansehen beim Fürsten nicht das
allerbeste. Im Alter von mittlerweile 45 Jahren hätte
er nach dem Wunsch des Fürsten längst eine
Familie gründen oder zumindest ein solides Leben
führen sollen. Doch der Filius denkt nicht im mindesten
daran. Sein Ruf als Playboy und Frauenheld ist ungebrochen.
Sein Horoskop bestätigt das: Seine
Wassermann-Venus steht in Opposition zum Uranus im Löwen
und im Quadrat zum Jupiter im Skorpion: Wechselndes
Liebesleben und unbeständige Neigungen zeigt diese
Kombination an. Das ist - mit anderen Worten - die ideale
Playboy-Konstellation. Möglicherweise hatte der
Fürst auch gehofft, sein Sohn würde, ähnlich
wie der Vater, eine Schauspierin ehelichen - die enge
Verbindung zur Schauspielerin Alexandra
Kamp mag ihn auf diesen Gedanken gebracht haben
-, doch zwischen den beiden besteht zweifellos nichts
als eine gute, wenn auch gute, Freundschaft. (Wenn es
auch manche Redakteure der Yellow-Press nicht wahr haben
wollen: Es kann auch zwischen Männern und Frauen
"nur Freundschaft" geben!)
Und Tochter Caroline? Sie
wäre zweifellos eine ideale Fürstin. Ob allerdings
ihr Ehemann Prinz Ernst August von Hannover als Prinzgemahl
im Hintergrund da mitspielen würde, kann bezweifelt
werden.
Bleibt noch ihr Sohn Andrea Albert aus der Ehe
mit dem Industiellen Stefano Casiraghi. Zweifellos ist
er bei den Monegassen beliebt, dafür dürfte
schon die enge Verbindung zwischen Sonne und Venus sorgen.
Und Jupiter am Aszendenten ist ein glückanzeigender
"Herrscher-Aspekt". Überhaupt hat Andrea
ein sehr harmonisches Horoskop. Jupiter begünstig
ein "glückliches Händchen", was
ein Monarch zweifellos braucht, und Saturn an der Himmelsmitte
gibt ihm die nötige "Solidität",
um langfristige Projekte durchzusetzen. Die bereits
erwähnte Venus-Sonne-Verbindung macht ihn bei seinen
Untertanen ebenso beliebt wie bei seinen Gegnern (falls
es denn welche geben sollte).
Die nachfolgenden Geschwister sind
zweifellos zu jung um zum gegenwärtigen Zeitpunkt
ernsthaft in Erwägung gezogen zu werden. Bleibt
noch der Gedanke, dass Prinz Andrea Albert nicht verheiratet
ist. Aber wie sein Onkel Prinz Albert immer gern betont:
"Es steht nirgends geschrieben, das der regierende
Fürst verheiratet sein muss." Damit hat er
zweifellos recht, denn auch Fürst Rainier war zum
Zeitpunkt der Thronbesteigung noch nicht verheiratet.
Aber einen soliden Lebenswandel hätte der alte
Fürst schon gern bei seinem Nachfolger - schließlich
ist die gesamte Grimaldi-Familie katholisch, und da
sollten auch die unverheirateten Familienmitglieder
eine einigermaßen gefestigte Biografie aufweisen
(dass dies bei den Prinzessinen und den Prinzen bisher
nicht unbedingt der Fall war, kann man problemlos in
jeder zweiten Ausgabe der entsprechenden Presse nachlesen
- aber bei denen ging's auch noch nicht um die Regentschaft).
Fazit: Prinz Andrea wäre zweifellos
der bessere Regent für das Fürstentum. Da
Fürst Rainier sich mit seinem Enkel zweifellos
sehr gut versteht kann man Andrea getrost als den nächsten
Fürsten von Monaco betrachten.
15.8.2003 |

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